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Der Verein

Tätigkeitsfelder

Die Kerntätigkeit der UN Society liegt in der Teilnahme an und der Organisation von UN-Simulationen. Die jährliche Model UN Delegation der Philipps-Universität wird von der UN Society organisiert und geleitet, außerdem richten wir eine eigene Konferenz aus, die LahnMUN.
Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder der UN Society in der Lehre am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie der Philipps-Universität Marburg. Seit mehreren Jahren bieten wir regelmäßig Seminare in Form von Studiengruppen zum Themenkomplex Vereinte Nationen an, oftmals in englischer Sprache und mit integrierten Planspielen.

Aus der ersten Marburger Model UN Delegation, die in New York Kanada vertrat, ist ein Buchprojekt entstanden. »Die Außenpolitik Kanadas« erschien im Jahr 2003, herausgegeben von Prof. Dr. Wilfried von Bredow.

Mitglieder der UN Society nehmen regelmäßig an wissenschaftlichen Tagungen teil, wie der jährlichen Konferenz des Forschungskreises Vereinte Nationen. Es wurde bereits eine Studienfahrt zu den UN-Organisationen nach Bonn unternommen, weitere Ziele stehen in Zukunft offen.


Geschichte

Der Verein »United Nations Society Marburg« wurde am 16. Juli 2004 gegründet, unter dem Namen UN Society Marburg arbeitete jedoch bereits seit mehr als 3 Jahren eine Gruppe von Studierenden an der Philipps-Universität Marburg zusammen. Die Gruppe bestand zunächst aus einer Delegation zu einer der größten Simulationen der Vereinten Nationen, der National Model United Nations (NMUN) in New York. Während der Vorbereitungsphase für eine zweite Teilnahme an dieser Konferenz kamen weitere Projekte hinzu, so dass der eigentliche Rahmen der Model UN Gruppe überschritten wurde. Im Sommer 2001 liegt die eigentliche Geburtsstunde der UN Society Marburg e.V., die seitdem konstant gewachsen ist und sich auch neuen Tätigkeitsfeldern zugewandt hat. Heute sind die Aufgaben der UN Society in einer Satzung festgeschrieben.

Foto der Gründungsveranstaltung

Delegation

Seit 2001 organisiert die UN Society (bzw. ihr Vorgängerprojekt) die Delegation der Philipps-Universität Marburg zu verschiedenen VN-Simulationsveranstaltungen. Die jeweilige Gruppe nimmt an verschiedenen Simulationen in Deutschland, wie zum Beispiel der Hamburg Model United Nations Conference oder der MainMUN in Frankfurt teil, um dann schließlich an der größten Veranstaltung ihrer Art teilzunehmen, der National Model United Nations (NMUN) in New York.

Die Gruppe arbeitet dabei unter Anleitung und Hilfestellung ehemaliger TeilnehmerInnen und der UN Society weitgehend eigenständig. Aktuelle Informationen zur Arbeit der derzeitigen Gruppe sowie eine Vorstellung der einzelnen TeilnehmerInnen finden sich auf der Internetseite der Delegation: www.nmun-marburg.de.


LahnMUN

Als sich im Januar 2000 die erste Model UN-Gruppe an der Philipps-Universität Marburg zusammenfand war ihr Ziel nicht nur die Teilnahme an UN-Simulationen in Deutschland und New York. Man wollte vielmehr eine Tradition von Aktivitäten rund um die Vereinten Nationen begründen. Dazu sollte auch die Vermittlung dieses spannenden Themas an andere Interessierte an der Universität, in Marburg und darüber hinaus gehören.

Nach der erfolgreichen erstmaligen Teilnahme an den National Model United Nations im Jahre 2001 und nach den guten Erfahrungen mit deutschen Simulationen in Hamburg und Tübingen war mit der Konstituierung der zweiten MUN-Gruppe auch die Geburtsstunde der LahnMUN gekommen. Benannt nach dem hübschen Fluss, der die Universitätsstadt Marburg durchzieht, sollte die LahnMUN zu einer Institution werden.

Die LahnMUN verfolgt dabei von Anfang an mehrere Ziele: Zum einen sollen die Mitglieder der Marburger MUN-Delegation und Mitglieder anderer MUN-Gruppen auf die Teilnahme an der NMUN oder anderen großen Simulationen vorbereitet werden, zum anderen können an der UNO interessierte Studierende und Schüler die Organisation hautnah erleben und ein viel reichhaltigeres Wissen sammeln als ein Vortrag oder ein Schulbuch es vermitteln könnten. Die LahnMUN dient damit Neugierigen, Anfängern, Fortgeschrittenen und Profis in ihrem Interesse an der UN und fördert den Kontakt und Austausch zwischen ihnen.

Was genau ist eine MUN?

Model United Nations haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit der UN möglichst realitätsnah zu simulieren und auf diese Weise Studierende und Schüler mit dieser hochkomplexen Weltorganisation vertraut zu machen. An vielen verschiedenen Orten der Welt treffen sich auf nationaler oder internationaler Ebene junge Menschen, um für mehrere Tage in die Rolle eines UN-Diplomaten zu schlüpfen.

Die LahnMUN folgt dieser Tradition. Wir laden Studierende und Schüler aus dem In- und Ausland nach Marburg ein, um mit ihnen UN-Gremien wie die Generalversammlung, den Sicherheitsrat, den Wirtschafts-und Sozialrat oder die Sonderkommission für HIV/Aids zu simulieren. Den Schüler- und Studierendengruppen werden hierfür Länder zugeteilt (nach Möglichkeit nicht das Herkunftsland), die sie repräsentieren. In Vorbereitung auf die LahnMUN erhalten die Teilnehmer die Informationen zu den Themen die in den Komitees verhandelt werden und die MUN-Verfahrensregeln. Die Aufgabe der Delegierten besteht dann darin, sich die Regeln einzuprägen und eine realitätsgetreue und detaillierte Position des zugeteilten Landes zu den jeweiligen Themen zu erarbeiten.

n der Konferenz werden sie dann - in englischer Sprache - Reden halten, Verhandlungen führen und Resolutionen schreiben. Am Ende haben die Teilnehmer auf vielen Ebenen dazugelernt: Sie haben die UN-Arbeit aus erster Hand erlebt, sich intensiv mit Themen der internationalen Politik beschäftigt, ein Land umfassend kennen gelernt, Rhetorik und Verhandlungsgeschick geübt und dabei auch ihre Sprachkenntnisse erweitert.

Seit dem erfolgreichen Abschluss der LahnMUN 2002 findet in jedem Jahr eine Simulation in Marburg statt. Die steigenden Teilnehmerzahlen und die positiven Rückmeldungen zeigen, dass sich die LahnMUN auf einem guten Weg befindet. Um das Spektrum der LahnMUN weiterzuentwickeln, wurde 2004 mit der Abhaltung einer Krisensimulation im Sicherheitsrat begonnen. Hierbei wird eine reale internationale Krise nachgestellt, in der die Sicherheitsratsmitglieder aufgefordert sind, schnell, im Interesse des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit aber auch humanitär oder vielleicht auch nur im Interesse des eigenen Landes zu handeln. Dies ist - wie in der Realität des Sicherheitsrats - keine leichte Aufgabe. Es ermöglicht den Teilnehmern aber, die Probleme und besonderen Herausforderungen einer solchen Situation besser zu verstehen.

Seminare

Über die Vereinte Nationen lernen - mit dieser Intention finden sich seit 6 Jahren regelmäßig Studierende der Philipps-Universität zusammen, um sich auf UN-Simulationsveranstaltungen (siehe auch Model UN) vorzubereiten. Die Vorbereitungem umfass(t)en stets auch die Teilnahme an thematisch einschlägigen Seminaren am Institut für Politkwissenschaft. Zumeist wurden diese Seminare als Studiengruppen (also von Studierenden höherer Semester geleitete, reguläre Proseminare) von Mitgliedern der UN Society angeboten.

Diese Lehrveranstaltungen sind dabei nicht auf Mitglieder der jeweils aktuellen MUN-Delegation beschränkt, sondern Teil des regulären Grundstudiums-Curriculum. Mittlerweile wurde auch eine erste Lehrveranstaltung gemeinsam mit dem Zentrum für Konfliktforschung durchgeführt, die völlig aus dem Model UN Vorbereitungskontext herausgelöst war.

Simulationen als Lernmethode?In den meisten der bislang angebotenen Lehrveranstaltungen wurde neben klassischen Referaten und Gruppenarbeiten auch UN-Simulationen als Lernmethode angewandt. Während es sich in den Studiengruppen am Institut für Politikwissenschaft dabei stets um sehr einfache Varianten handelte (90 Minuten, in deutscher Sprache, ohne Regelwerk), fokussierte sich die Veranstaltung »Einführung in die Konfliktregelungsformen« des Studienganges Friedens- und Konfliktforschung auf eine zum Ende des Semesters durchgeführte, zweitägige Simulation in englischer Sprache.